Wo soll´s denn hingehen?

In der gewerblichen Praxis begegnen auch uns als Full-Service-Agentur immer wieder handelnde Personen, die das Versenden von Massen-E-Mails mit Newsletter-Marketing verwechseln. Das mag zuerst noch verzeihlich erscheinen, wenn unzureichende Kenntnisse zu dieser Fehleinschätzung führen. Auf die Nachsicht der Empfänger darf der Absender trotzdem nicht hoffen.

In Zeiten, in denen die meisten gewerblich genutzten Postfächer unter dem dauerhaften Beschuss zahlloser Spammer liegen, stößt so gut wie jede unwillkommene Mail sauer auf. Es ist kein Problem, auf "senden" zu klicken. Es wird zum Problem, wenn die seriöse Idee dazu fehlt. Glaubwürdige Absender müssen wissen, wo´s hingehen soll.

Wer von Double-Opt-In noch nie etwas gehört hat, sollte nach sachkundiger Beratung fragen und die Finger vom Send-Button lassen. Ihm ist nämlich schon der Grundgedanke des Newsletter-Marketings unbekannt. Dabei liegt darin der größte Vorteil: Newsletter-Marketing ist Permission-Marketing. Das bedeutet, dass sich der Empfänger ausdrücklich dafür entschieden hat, regelmäßig Informationen aus vertrauenswürdiger Quelle zu erhalten. Es ist fahrlässig, einen solchen Vertrauensvorschuss zu verspielen.

Ziele und Zielgruppe sind genauso elementar wie Planung, Konzept und Ausführung. Der Newsletter muss für die Rezipienten Mehrwerte bieten. Content is King. Der Inhalt muss den Leser interessieren, ihm Appetit machen, ihn abholen und seinen Zielen näherbringen. Platte Werbebotschaften haben da wenig Platz.

Genauso notwendig wie die Vorbereitung ist die Nachbereitung. Bounce Rate, Click Rate, Click-to-Open Rate, Complaint Rate und Unsubscripe Rate liefern, zusammen mit weiteren Messwerten, gute Bewertungskriterien.

Wer trotzdem meint, er wäre mit Mailinglisten im Outlook oder Thunderbird gut beraten, bewegt sich auf dünnem Eis.

Informationen zum Autor
Autor: Andreas Gaß
Der Autor arbeitete 13 Jahre als freier Journalist für verschiedene Tageszeitungen. Er studierte Germanistik, Politikwissenschaften und Geschichte an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seit 1997 war Gaß, zum Teil selbstständig, für mehrere Unternehmen im digitalen Marketing tätig. Er ist Geschäftsführer der CID Media.

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