Willkommen im App-Universum

Apple und Google sind allgegenwärtig. Sie bestimmen den digitalen Markt wie kaum ein anderer. Mark Cuban, Selfmade-Milliardär, Mitbegründer des Internerradio-Unternehmens Broadcast.com und Besitzer der Dallas Mavericks, drückte es jüngst so aus: „Google and Apple do something in an app universe that blocks people from getting access to traditional content.“ Cuban kritisiert also das von von den genannten Protagonisten geschaffene App-Universum.

Der Markt für mobile Anwendungen boomt dennoch unvermindert. Native Applikationen überschwemmen die Anwender. Daraus könnte man nun den Schluss ziehen, dass die native App die einzige Chance bietet, an dieser rasanten Entwicklung zu partizipieren. Ist das so? Oder geht man als ein weiterer Anbieter von vielen womöglich das Risiko ein, in der aufkommenden Flut unterzugehen?

Apfel ist nicht gleich Schwarzbeere

Native Apps erlangen ihre Verbreitung über zentralistische Sammelstellen wie den Apple Store oder den Google Play Store. Sie werden plattformabhängig programmiert. Apfel ist nicht gleich Schwarzbeere, und Androiden brauchen wahrscheinlich keine Fenster. Development für verschiedene Plattformen geht einher mit höheren Produktionskosten.

Fassen wir zusammen. Zu beziehen sind native Applikationen ausschließlich über zentrale Stellen, von denen der jeweilige Nutzer ein Teil sein muss. Darin kann man eine Hürde für potenzielle Kunden erkennen. Mark Cuban meint sogar, dass die Masse an Apps von Apple und Google den Menschen den Zugang zu bestimmten Inhalten verwährt. Möchte ich als Anbieter systemüberschreitend präsent sein, muss ich mehr Geld investieren.

App vs. mobile Website

Mobile Websites – smart, clever und gut

Sind mir diese Umstände, ganz gleich aus welchen Gründen, unsympathisch, sollte ich mich dringend nach anderen Mitteln und Wegen umschauen. Hauptsache mobil, und zwar smart, clever und gut. HTML5, CSS3, JavaScript sind für die mordernen Webbrowser auf Smartphone, Pad und Tablet keine Fallgruben mehr. Mobile Websites können eine sehr attraktive und kostengünstige Alternative zum App-Modell sein.

Sammelbecken Browser

Dabei bleibt es nicht nur der Verträglichkeit professioneller mobiler Online-Präsentationen geschuldet, sich für deren Umsetzung zu entscheiden. Die Praxis liefert noch einen weiteren beachtenswerten Aspekt. Kaufgeschäfte stehen nicht selten am Ende der Suche nach bestimmten Artikeln oder Dienstleistungen. Die Suche im Internet führt die meisten User zu ihrem Internet-Browser. Das könnte erklären, warum Baynote und die e-Tailing-Group in einer Untersuchung herausgefunden haben wollen, dass 55 Prozent von 1.000 Online-Kunden, die während der Feriensaison 2013 eine Reise gebucht haben, das über eine mobile Website taten. Im Vergleich dazu waren es 34 Prozent, die eine App verwendeten.

Wachsende Umsatzchancen

Dass von beiden Zahlen ein Reiz ausgeht, lässt sich nicht leugnen. Umsatzchancen gibt es hier und da. Ganz gleich, wie sich ein Online-Händler in der Diskussion um native Applikationen und mobile Websites stellen mag, klar bleibt eines: Die Zahlen an sich machen richtige und wichtige Investitionen in das mobile Shopping-Erlebnis der Kunden notwendig und versprechen dabei eine hohe Rentabilitiät. Immer mehr Kunden steigen im alltäglichen Umgang mit dem Internet und somit beim Online-Shopping auf mobile Endgeräte um. Laut eines Reports des Fachmagazins eMarketer wird die Wachstumsrate bei mobilen Online-Käufen bis mindestens 2018 im zweistelligen Bereich angesiedelt bleiben. Das ist ein Wort.

Fazit

Grundsätzlich lässt sich im Kontext nicht die eine richtige Antwort geben, wenn über das Für und Wider von Apps und mobilen Websites gestritten wird. Konzerne mit den entsprechenden Budget brauchen nicht wählerisch zu sein. Sie haben den Luxus, beide Hebel bedienen und beides auszuprobieren zu können. Das bedeutet aber nicht, dass Betreiber von durchdachten mobilen Websites dazu verurteilt sind, sich hinten anzustellen. Das ist nicht der Fall.

Informationen zum Autor
Autor: Andreas Gaß
Der Autor arbeitete 13 Jahre als freier Journalist für verschiedene Tageszeitungen. Er studierte Germanistik, Politikwissenschaften und Geschichte an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Seit 1997 war Gaß, zum Teil selbstständig, für mehrere Unternehmen im digitalen Marketing tätig. Er ist Geschäftsführer der CID Media.

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